Tassen bemalen – eine schöne Geschenkidee

Ich muss ja ehrlich zugeben, ich treibe mich sehr oft in Geschäften für Bastelbedarf herum. So auch vor zwei Wochen. Da sprangen mir doch ganz plötzlich, ohne eigenes Zutun Keramikstifte von Hobby Line fürs Tassen bemalen in den Einkaufskorb. Frech sowas.

Nunja, jetzt hatte ich schon die Stifte, dann wollte ich die natürlich auch ausprobieren. Also gucke ich in unseren Schrank und suche nach Tassen, die ich bemalen kann. Es war mir vorher wohl nie richtig bewusst, aber wir haben, wie wahrscheinlich ganz viele anderen auch, ein riesiges Sammelsorium an Tassen, die alle nicht zusammen passen. Was blieb mir da anderes übrig, als mir neue schlichte Tassen zu besorgen. Gesagt getan.

Bei der Suche nach den Tassen wurden mir noch alternative Stifte angeboten. Ich muss sagen, ich habe mich ein wenig geärgert, weil sie weitaus günstiger sind, als die, die ich bereits gekauft hatte. Naja, vielleicht sind die teureren ja besser in der Qualität? Vielleicht lassen sie sich besser auftragen? Vielleicht halten sie besser?

Bleibt mir nichts anderes übrig, als das zu testen. Deswegen habe ich mir die anderen Stifte von Edding auch noch gekauft.

Tassen bemalen

Tassen bemalen – der Test

Ganz aufgeregt habe ich gleich, als das Paket angekommen ist, die Tassen und die Stifte ausgepackt und wollte sofort loslegen. Da ist mir schon gleich zu Anfang ein Unterschied aufgefallen. Bei den Stiften von Edding, konnte ich direkt meine Tassen bemalen. Kein schütteln und warten, bis die Farbe in die Spitze gelaufen ist. Ein weiterer Unterschied ist, dass bei den Stiften von Edding die Spitze auch wirklich spitz und relativ weich ist, so dass man bei etwas festerem Druck eine breitere Line ziehen kann. Bei den Hobbyline Stiften ist die Spitze abgerundet. Somit kann ich mit den Stiften von Edding eine weitaus dünnere Linie ziehen. Ja, es gibt auch von Hobby Line Stifte, die eine dünnere Spitze haben, aber dann benötige ich zwei Stifte der gleichen Farbe, oder nur den dünnen und muss dann das Feld aufwendig ausmalen.

Wichtig beim Tassen bemalen ist, dass die Tasse im Vorfeld staub und fettfrei ist. Da ist es auch egal, welchen Stift man verwendet. Also erst mal die Tassen richtig sauber machen.

Danach kann es dann auch direkt losgehen. Ich habe mir noch solche süßen Schablonen besorgt, weil ich zugeben muss, dass ich künstlerisch eher zu der Kategorie Strichmännchen gehöre.

Die Schablone lässt sich richtig gut von der Folie lösen, ohne dass sie sich kräuselt oder aneinander klebt. Und selbst wenn das mal passiert, kann man sie ganz leicht wieder voneinander lösen. Mit der Schablone auf der Tasse habe ich dann zuerst die Linen nachgezogen und im Anschluss dann ausgefüllt.

Das Ergebnis davon war bei beiden Stiften sehr zufriedenstellend. Einige Linien musste man im Anschluss nochmal nachziehen, weil die Farbe etwas unter die Folie gelaufen ist. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass ich ein wenig forsch beim ausmalen war.

Wenn man sich mal vermalt hat, ist es bei beiden Stiften kein Problem das vor dem Einbrennen noch zu korrigieren. Die Stifte lassen sich relativ gut mit etwas Wasser abwischen. Je nachdem, wie lange man die Farbe hat trocknen lassen, muss man eventuell ein wenig mit dem Fingernagel nachhelfen.

Dann kam auch schon der nächste große Unterschied. Die Edding Stifte müssen vor dem Einbrennen nur eine halbe Stunde trocknen. Die Stifte von Hobby Line müssen ganze vier Stunden trocknen.

Nach einer halben Stunde konnte ich also meine Tassen, die ich mit dem Edding Stift bemalt hatte schon in den Ofen schieben. 160°C für sage und schreibe 25 Minuten. Danach einfach den Ofen ausschalten und im Ofen auskühlen lassen. Das geht echt fix. Danach ist die Farbe spülmaschinenfest bis 60°C, was für mein Empfinden ausreichend ist.

Die Hobby Line Stifte mussten auch bei 160°C in den Backofen, allerdings brauchten diese ganze 90 Minuten. Ich finde das ziemlich lang.

In den Beschreibungen der einzelnen Stifte habe ich noch einige Unterschiede gefunden. So soll man zum Beispiel bei dem Edding bei der täglichen Reinigung auf Scheuern verzichten und in der Spülmaschine darauf achten, dass die bemalte Fläche nicht aneckt. Währenddessen ist der Hobby Line Stift laut Beschreibung witterungsbeständig. Man soll hier lediglich darauf achten, dass der bemalte Gegenstand nach dem Spülen in der Spülmaschine erst abkühlt, da die Farbe im warmen Zustand sehr empfindlich ist.

Da ich keinen Hinweis für eine Temperaturbegrenzung gefunden habe, denke ich, dass die Stifte von Hobby Line auch 70°C vertragen.

Tassen bemalen – Mein Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich mit beiden Stiften ein sehr gutes Ergebnis erziehlt habe. Beide ließen sich sehr gut auftragen und verteilen. Mir persönlich war der Hobby Line Stift jedoch in der Anwendung etwas zu langwierig. Dafür überzeugt er ja vielleicht auf Dauer in der Qualität. Ich habe bisher noch keinen Unterschied erkennen können, weil ich die Tassen erst seit knappen zwei Wochen täglich benutze. Deswegen und wegen dem preislich doch sehr großem Unterschied, ist für mich der Stift von Edding der klare Favorit.

Hier nochmal die Anleitungen der einzelnen Stifte:

Edding – Porzellan-Pinselstift

Hobby Line Porcelain Pen

Stifte Tassen bemalen

Fakten kurz zusammengefasst

Edding Porzellan-Pinselstift

  • + Keine Vorbereitungszeit
  • + Flexible Spitze für unterschiedliche Strichstärken
  • + Kurze Trocknungszeit
  • + Kurze Einbrennzeit
  • + Spülmaschinenfest bis 60°C
  • – Laut Beschreibung nicht kratzfest

 

Hobby Line Porcelain Pen

  • + spülmaschinen und witterungsbeständig
  • – Vorbereitungszeit
  • – Strichstärke sehr eingeschränkt
  • – LangeTrocknungszeit
  • – Lange Einbrennzeit

 

Verwendete Produkte zum Tassen bemalen

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