Müll? Nein Danke! Eine Mitmachaktion

Wir waren vor kurzem wieder zu Besuch in München. Es war so schön mal wieder einige meiner Freunde dort zu treffen. Wenn die Stadt doch nur nicht so weit weg wäre. Über 800 km sind doch ein bisschen zu viel, um sie mehr als 2x im Jahr zu besuchen. An einem der Tage haben wir uns mit einem befreundeten Pärchen getroffen. Ich kann sagen, dass sie definitiv zu meinen besten Freunden zählen. Sie haben mir davon erzählt, dass sie jetzt versuchen wollen komplett auf Plastik zu verzichten und ansonsten auch so wenig Müll wie möglich erzeugen wollen. Das Gespräch darüber, was sie schon alles machen und noch machen wollen, hat mich zu einem neuen Projekt inspiriert.

Rund 455 Kilo Müll pro Jahr verursachte ein einzelner Deutscher im Jahr 2015. Dabei liegen Niedersachsen, Nordreihn-Westfahlen, Hessen, Baden-Würtemberg und Bayern in der Statistik ganz weit vorn. In meinen Augen ist das wirklich traurig. Ich glaube, dass ich mich da nicht von losschreiben kann. Auch wenn ich schon viel darauf achte nicht so viel Müll zu produzieren, lockt doch immer mal wieder das Versandhaus oder auch nur mal ein Smoothie, den man unterwegs in Plastikbechern abgefüllt kauft.

In München gibt es einen Laden, in dem man wirklich viele Lebensmittel unverpackt in eigens mitgebrachten Behältern abfüllen kann. Dieser Laden hat ein großes Sortiment an Lebensmitteln, aber auch Reinigungsmitteln und Kosmetik. Das finde ich persönlich wirklich klasse. Leider gibt es ein solches Geschäft bei uns in der näheren Umgebung überhaupt nicht. Naja, zumindest nicht so, dass man Reis und Co. selber abfüllen kann. Und ich habe mir gedacht, dass es wahrscheinlich vielen so geht, die eigentlich gerne auf Verpackungsmüll verzichten möchten, aber zum Teil gar keine andere Möglichkeit haben, da keine Großstadt in der Nähe ist, die einen solchen Laden beherbergt. Ich habe hier eine Liste gefunden mit Unverpackt-Läden in Deutschland. Vielleicht hast Du ja Glück, dass es einen solchen Laden in deiner Nähe gibt.
Außerdem habe ich eine Karte gefunden, in der alle Unverpackt Läden aufgelistet sind.

Ich möchte Dich also einladen mit mir zusammen Ideen für Müllvermeidung zu sammeln. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mitmachst.

Was wird dich erwarten

Ich möchte Dich mitnehmen auf meinen Weg weniger Müll zu erzeugen. Welche Alternativen gibt es und wo kann man vielleicht auch etwas sparen. Außerdem möchte ich Dir Anleitungen und Rezepte mit an die Hand geben für Dinge, die Du auch ganz einfach selber machen kannst. Dadurch lässt sich Müll noch viel leichter vermeiden. Egal, ob es sich um Küchentücher, Taschentücher, Reinigungsmittel oder Waschmittel handelt. Vieles lässt sich mit wenigen Mitteln ganz einfach selber machen.

Mindestens 1x im Monat möchte ich einen Beitrag +  Video dazu rausbringen. Wenn es die Zeit zulässt, wird es bestimmt auch öfter sein.

Was wünsche ich mir

Mir ist wichtig zu zeigen, dass Umweltbewusstsein nicht kompliziert und aufwendig ist. Außerdem möchte ich durch meine Tipps dich dazu inspirieren, mehr darauf zu achten, weniger Müll zu produzieren. Und wenn Du eh schon darauf achtest, habe ich evtl. ja noch den ein oder anderen Tipp parat, den Du vielleicht noch nicht kennst. Oder Du hast eben den ein oder anderen Tipp, den ich oder andere noch nicht kennen.

Was mir aber auch wirklich wichtig ist, ist ein reger Austausch in den Kommentaren oder auf meinen Social Media Kanälen unter dem Hashtag #einfachumweltbewusst. Egal ob Facebook, Instagram, YouTube oder Twitter. Ich wünsche mir, dass auch deine Erfahrungen und Tipps mit in diese Reihe einfließen und somit anderen helfen können. Hast Du Lust, dass Deine Tipps mit in die Videos und Beiträge eingebaut werden? Dann schicke mir gerne eine E-Mail mit Bildern.

Ich hoffe, Du hast Lust mitzumachen 🙂

5 Comments

  1. Hey Jenny,

    eine wirklich schöne Idee! Mein Freudn würde da vermutlich nicht ganz mitziehen, bei diesem Öko-Zeug, was ich wirklich schade finde. Aber wenn ich einkaufen gehen und Obst und Gemüse kaufe, tu ich es oft in eine gemeinsame Tüte und klebe eben mehrere Aufkleber drauf. Ganz verzichten mag ich noch nicht auf die Tütchen, damit später das Obst nicht auf den Boden der Tasche purzelt und zerdrückt wird. Einkauftüten kaufe ich seit Jahren nicht mehr, ich benutze nur Stofftaschen oder ähnliche wiederverwendbare Taschen. Coffe to go? Gibt es bei mir im Schnitt einmal im Jahr, wenn überhaupt. Unterwegs trinken ist doch ohnehin viel zu unentspannt!
    Shampoo und Co selber machen ist derzeit auch noch keine Alternative für mich. Und der einzige Unverpackt Laden in Stuttgart viel zu weit von mir. Was ich da an Benzin verfahren müsste oder an Geld für ein Ticket ausgeben müsste steht in keinem Verhältnis. Schade eigentlich.
    Übrigens kann man sich auch ganz viel Müll sparen wenn man Krahneberger (Wasser aus derm Wasserhahn) trinkt oder zumindest nur Glasflaschen benutzt. Soll es gesünder sein als Plastikflaschen!
    Ich freue mich jedenfalls schon auf deine Berichte, ich schaue ja öfter bei dir rein und werde sie sicher mit der Zeit alle lesen, wenn ich es auch nicht immer schaffe, sofort da zu sein wenn es bei dir was neues gibt…
    Ach ja, mich würde mal interessieren, ob sich das auch finanziell lohnt, denn wenn Waren nicht mehr verpackt werden müssen, spart das ja einiges an Kosten. Oder Shampoo/Waschmittel selber machen, wie würde es da aussehen? Es wäre toll, wenn du diesen Aspekt mit in deine Berichte einbeziehen könntest!

    Viele Grüße,

    Tanja

    • Huhu,
      mein Freund wird es aus Bequemlichkeit und weil er nicht auf irgendetwas verzichten möchte auch nicht so ohne weiteres mitmachen.
      Ich muss ihm eben die Alternativen dazu so einfach wie möglich machen.
      Was die kleinen Plastiktütchen angeht… Wenn Du eh schon einen Stoffbeutel für den Einkauf mitnimmst, dann könntest Du ja auch noch einen Zweiten mitnehmen für das Obst und Gemüse 😉
      Aber ist wirklich super, dass Coffee to go nichts für dich ist 🙂
      Ich habe auch nur einen einzigen unverpackt Laden, der mit dem Auto eine knappe Stunde entfernt ist. Nämlich in Bremen. Einmal im Monat muss ich eh dort hin und dann besorge ich einfach was ich brauche auf Vorrat. Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für dich? Trockene Lebensmittel halten sich ja sehr lange.
      Shampoo und Co habe ich so auch noch nicht selber gemacht. Ich benutze immer die Shampoo Bars von Lush, weil ich weiß, dass meine wirklich empfindliche Haut sie gut verträgt.
      Deine Anregungen habe ich mir aufgeschrieben und beziehe sie auf jeden Fall mit in meine Beiträge ein.
      Viele Dank und liebe Grüße
      Jenny

  2. Pingback: Quicktipp: Mit diesen 3 Tipps geht Dir das Putzen leicht von der Hand | einfach & kreativ

  3. Hallo,
    ich finde es sehr richtig, was Tanja sagt: es hat keinen Sinn, auf Plastik zu verzichten, wenn man dafür lange Autofahrten auf sich nehmen muss und dann der Umwelt durch die Abgase mehr schadet als durch die Müllvermeidung nutzt.
    Ich war heute zum ersten Mal im einzigen Geschäft in unserer Gegend, wo auf Verpackung verzichtet wird. Dieses Geschäft hat erst vor ein paar Tagen eröffnet und ich bin begeistert! Sicher werde ich, wenn ich in der Nähe bin, öfters reinschauen und so wenigstens bei gewissen Lebensmittel auf Verpackung verzichten können.
    Einen direkten Preisvergleich anzustellen war mir nicht möglich, weil ich mir auch nicht die Zeit genommen habe, genau nachzufragen, woher die einzelnen Lebensmittel kommen, aber ich würde sagen, die Preise sind mehr oder weniger diesselben. Aber ich sehe für mich den Vorteil, dass ich weniger oft den Müll runtertragen muss und außerdem spare ich Geld weil ich weniger Müllabfuhr zahlen muss.
    Es ist utopisch, zu glauben, dass wir plastikfrei leben können, und ich glaube auch nicht, dass viele Menschen auf Dauer dazu bereit sind. Aber wenn jeder den „Plastikkonsum“ einschränkt und darauf achtet, wie er den Plastikmüll entsorgt, dann sind wir schon einen ganzen Schritt weiter.

    Liebe Grüße
    Christine

    • Hallo Christine,

      Vielen Dank für Deinen so ausführlichen Kommentar 🙂
      Ich sehe das genauso. Extra dafür immer weit zu fahren macht es nicht besser. Aber wenn man eh in die Nähe muss, kann man die Gelegenheit nutzen. Aber ich denke auch, dass es nicht schlimm wäre alle paar Monate mal etwas weiter zu fahren (dabei spreche ich jetzt nicht von 50 km), um sich dann eine größere Menge zu holen, mit der man dann wieder einige Monate auskommt. Denn dann lohnt es sich wieder. Jede Woche zum Supermarkt fahren…da läppern sich die Kilometer schließlich auch – es sei denn man hat einen ums Eck und kann mit dem Fahrrad einkaufen. Das Glück habe ich leider nicht.
      Zum nächsten Unverpackt Laden sind es knappe 70 km. 1x im Monat muss ich eh nach Bremen und ich habe mir vorgenommen dann dort meine unverpackten Lebensmittel zu kaufen.
      Ansonsten gibt es Wochenmärkte.
      Komplett plastikfrei zu leben sehe ich auch als eher utopisch an. Dafür wird es dem Verbraucher auch viel zu schwer gemacht. Aber reduzieren ist definitiv ein Anfang und ein guter Schritt in die richtige Richtung. Momentan sehe ich bei der Abfuhr des gelben Sackes teilweise noch 2-3 gelbe Säcke für einen Haushalt. In 2 Wochen ist das ganz schön viel Müll. Ich hoffe, dass sich das Denken auch von solchen Menschen irgendwann einmal ändern wird.

      Liebe Grüße
      Jenny

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