Challenge: 1 Monat 100€ trotzdem gesund leben?

Ich habe vor kurzem mit einer Freundin darüber geschrieben, dass ich mich jetzt einschränken muss, weil meine Auto Reparatur echt happig teuer war und für ein neues Auto gespart werden muss. Sie meinte, dass ich jetzt mal mit sparen und upcycling anfangen kann und das doch eine tolle Idee für eine Challenge auf meinem Blog wäre.

Challenge 1 Monat 100 Euro

Spaßeshalber meinte ich – Wie kann ich mit 100 Euro im Monat leben – eine Blog Reihe. Die Idee war geboren, denn die Idee war gar nicht so schlecht. Sie meinte gleich, dass sie mich sofort abonnieren würde – als hätte sie das noch nicht gemacht 😀 Sie wäre dankbar, wenn sich jemand anderes ihren Kopf zerbrechen würde.

Plötzlich kam mir die Idee gar nicht mehr so blöd vor und es sprudelte in meinem Kopf: Was kann ich mit 20 € in der Woche kochen? Wie viel kostet überhaupt was? Bisher habe ich mir da eher weniger Gedanken zu gemacht.

Ich möchte in dem Monat ja nicht nur Nudeln mit Ketchup essen. Also mit 100 € im Monat gesund und abwechslungsreich satt werden – Challenge accepted!

Challenge accepted

Meinen Freund konnte ich davon noch nicht so ganz überzeugen, denn er meint, dass es sehr schwer wäre von 100 € zu leben. Derzeit würden wir schließlich mit viel mehr kalkulieren. Ja, genau – allerdings schauen wir auch absolut nicht aufs Geld beim Einkaufen. Ich weiß auch, dass wir dann nicht mehr die Milch vom Bauern kaufen können für 1,25 € den Liter oder den Joghurt für 0,80 Cent. Aber es gibt ich weiß nicht wie viele Menschen, die genau das auch nicht können. Die günstigere Milch ist ja nicht gleich schlechter. Ich unterstütze nur einfach gerne die Bauern in der Umgebung.

Voraussetzungen für die Challenge

Ich habe mir für die Challenge lange Gedanken darüber gemacht, wie ich das angehen möchte. Welche Lebensmittel? Welche Rezepte? Was kostet wie viel? Was gehört zum Grundstock? Wie schreibe ich den Einkaufzettel? Gehört der Kauf von einer Packung Nudeln zu einer Woche, wenn ich sie auf zwei Wochen aufteile?

 

Challenge Tomaten

So viele Fragen, die ich erst mal für mich definieren musste.

Letztendlich habe ich mich entschieden mich weiterhin an mein Foodprep zu halten. D.h. ich kaufe für eine Woche ein und bereite auch schon alles vor dafür. Für jedes Rezept wird bereits alles vorgeschnibbelt was möglich ist und alle benötigten Lebensmittel aus dem Kühlschrank zusammen gestellt. Das erleichtert mir nachher die Zubereitung.

Challenge Einkaufskorb

Also schreibe ich Sonntags meinen Menüplan und den Einkaufszettel, denn dann kommt ja das Sonntagsblatt mit den einzelnen Angeboten der Supermärkte, und ich kann somit vergleichen, wo ich was am günstigsten bekomme. Außerdem Teile ich die Kosten für eine Packung auf, wenn ich sie auf zwei oder drei Wochen verteilt esse.

Im Endeffekt sollen die einzelnen Mahlzeiten in Summe später nicht mehr als 22 € pro Woche in Anspruch nehmen.

Challenge Sparschwein

Jetzt war noch die Frage offen: 100 € pro Person oder 100 € für beide Personen? Ich glaube pro Person kann man davon schon sehr gut leben.

Kosten, Kosten und noch mehr Kosten

Ich habe mir im Vorfeld eine Excel Tabelle angefertigt, die mir ausrechnet, was ein Gericht pro Portion genau kostet. Anhand dessen habe ich vorweg einige Tage einfach mal durchgeplant mit Frühstück, Mittag und Abendbrot. Wenn ich wirklich nur auf diese drei Mahlzeiten gucke und mich nach den günstigsten Lebensmitteln richte, komme ich mit 100 € für zwei Personen kaum hin. Die einzige Chance wäre, dass ich meinen Freund hungern lasse. Aber das möchte ich nur sehr ungern.

Challenge Geld fällt

Dabei ist nun aber auch noch kein Schokoriegel oder mal eine Handvoll Süßigkeiten oder ein Apfel für zwischendurch eingerechnet.

Wer hätte denn auch gedacht, dass eine Scheibe Gauda vom Discounter 16 cent kostet. Da kostet eine Scheibe Brot am Morgen mit einer Scheibe Käse schon 24 cent.

Challenge Geld auf Brot

Bei 1,53 € am Tag und somit nur 51 Cent, die man pro Mahlzeit ausgeben kann, wird es wirklich ziemlich knapp. So und wer jetzt rechnet merkt, dass das gar nicht 100 € ergeben, sondern nur 95 €. Warum das so ist, erkläre ich weiter unten.

Für mich stellt es weniger ein Problem dar, weil ich am Morgen und Mittag meist nicht mehr als eine Scheibe Brot oder mal ein Müsli esse. Somit hätte ich ausreichend für ein warmes Gericht am Abend. Bei meinem Freund sieht es allerdings anders aus. Er isst alleine morgens schon 3 Scheiben Brot mit dementsprechend 3 Scheiben Käse. Sein Frühstück würde alleine also schon 72 Cent kosten. Auf Diät setzten möchte ich ihn nun auch nicht, deshalb haben wir uns entschieden mit 100 € pro Person zu arbeiten und zum Ende der Challenge schauen wir ob und wie viel Geld wir noch über haben.

Der Grundstock für die Challenge

Meine Freundin hatte mich gebeten den Monat ohne Weizen und ohne Milch zu planen, da sie darauf verzichten muss. Das würde mir doch sehr schwer fallen, aber ich werde versuchen die Rezepte so zu planen, dass viele ohne auskommen, bzw. dass man diese Zutaten ersetzen kann.

Challenge Gewürze

Was könnte also zum Grundstock gehören? Meiner Meinung nach hat man sowas wie Salz, Zucker und andere Gewürze immer zu Hause. Genau solche Lebensmittel werde ich nicht mit in die tägliche Berechnung einbeziehen. Dafür aber ziehe ich von den 100 € pauschal 5 € ab für die unten genannten Lebensmittel. So kommen wir dann auf die 95 € mit denen ich oben gerechnet habe.

Ich möchte eigentlich so wenig Lebensmittel wie möglich zum Grundstock zählen. Nur solche, die man einmalig kaufen muss und dann über lange Zeit verwenden kann, weil man immer nur Kleinstmengen benötigt. Lebensmittel, die ich für ein Rezept in größeren Mengen brauche, aber auf dieser Liste stehen, werde ich natürlich auf das Rezept einrechnen. Z.B. die Margarine. Für die tägliche Berechnung der Margarine auf dem Brot gilt die Pauschale. Brauche ich die Margarine in einem Kuchen, dann rechne ich sie zu dem Rezept hinzu.

Liste des Grundstocks

  • Gewürze
  • Paniermehl
  • brauner und weißer Zucker
  • Speisestärke
  • Kakao
  • Margarine
  • Butter
  • Brühwürfel
  • Öl
  • Essig
  • Kaffee / Tee
  • Ketchup / Mayo / Senf

Der Start

Ich werde jeden Sonntag einen Beitrag veröffentlichen, in dem auch meine Rezepte zu finden sind, die ich in der Woche genutzt habe. Wenn Du Lust hast mitzumachen, würde ich mich auch über Deine Erfahrungen damit sehr freuen.

Auf Gehts!

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15 Comments

  1. Super Challange! Ich habe darüber auch schon öfter nachgedacht und bin sehr gespannt welches Fazit du nach dieser Zeit ziehst! Ich könnte es mir gar nicht vorstellen mit so wenig Geld für Essen zu sorgen. Aber andere Menschen mit geringen finanziellen Mitteln müssen das ja auch schaffen. Ich wünsche dir viel Erfolg und bin sehr gespannt auf die Rezepte! 🙂

    • Ich bin wirklich gespannt, wie es den Monat über läuft.
      Ich möchte nämlich trotz des wenigen Geldes nicht darauf verzichten regional zu kaufen. Es muss auch möglich sein, dass man darauf achten kann, was man wo kauft, gesund zu essen. Auch, wenn man nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hat 🙂 Wie Du schon sagst. Es gibt andere Menschen, die das bereits machen.
      Die erste Woche ist jetzt durchgeplant und ich bin gespannt, wie wir mit dem Geld zurecht kommen werden.
      LG Jenny

  2. Genau rechtzeitig 🙂

  3. portapatetcormagis

    Ich bin wirklich schon sehr gespannt drauf und werde bestimmt das eine oder andere abkupfern 🙂
    Respekt, dass Dein Freund da mit macht. Ist ja nicht jedermanns Sache.

    • Mein Freund hat da gar keine andere Wahl. Er kocht nämlich nicht. Aber ich bin sehr froh darüber, dass er sich bisher nie beschwert hat über das, was es bei uns gibt. Ich denke mal, er wird sich jetzt auch nicht beschweren 😉
      LG Jenny

      • portapatetcormagis

        Wär ja auch noch schöner: nicht kochen aber meckern 🙂
        Bei uns koche zwar auch meistens ich, aber er kauft ein. Von daher wäre das Experiment bei uns schon schwierig. Und Pizza-Service ist dann ja auch nicht 🙂

        • Da gebe ich dir recht. Aber wir wohnen hier auch so abgelegen, dass es hier eh nur einen Pizza – Service gibt, der liefert. Und den finde ich nicht wirklich gut. Von daher besteht die Option gar nicht erst 😉
          Einkaufen übernehme auch ich, weil ich sonst meinen Freund den ganzen Einkauf durch am Telefon habe, weil er nicht weiß, wo er was findet und was er kaufen soll wenn ich z.B. aufschreibe, dass ich Mehl brauche. Er steht dann vor dem Regal mit den vielen Mehlsorten und kann sich nicht entscheiden 😀

  4. Hallöchen,
    also die Challenge hört sich wirklich interessant an. Ich bin gespannt, von welchen Erfahrungen du uns berichten wirst. Wenn man es anders gewöhnt ist, kann man es sich vermutlich kaum vorstellen, mit nur wenig Geld im Monat (gesund) leben zu müssen… da braucht es definitiv Planung. 🙂

    Viele Grüße
    Bloody

    • Hallo Bloody.
      Ich glaube sich gesund zu ernähren von wenig Geld wird gar nicht so schwer. Eher wird es eine Herausforderung trotzdem noch darauf zu achten, was man kauft. Ich bin nämlich kein Freund davon einfach nur das billigste zu kaufen ohne sich Gedanken zu machen, wo es herkommt.
      Der Plan für die erste Woche steht auf jeden Fall und ich bin auch mal gespannt, ob das alles so klappt, was sich mein Kopf so ausgemalt hat 🙂
      Liebe Grüße
      Jenny

  5. Hm, wenn man genügsam ist und keine besonderen Dinge braucht, sind 100 € im Monat relativ leicht einzuhalten, nur „Gesund“ und „Herkunft“ zu beachten benötigt dann schon mehr Ideen und Aufwand 🙂 Man bekommt ja meist das ungesunde günstiger. Ich habe vor ca. 4 Jahren damit Angefangen mir 15 € Pro Woche einzuteilen, musste das zwar in der Zwischenzeit entsprechend der gestiegenen Kosten angleichen, aber 100 € im Monat erreiche ich meistens nicht an Ausgaben, in einem ein Personen Haushalt. Herkunftsländer dabei zu beachten wird dabei allerdings schon schwieriger, da kann man z.B. hier in einer Urlaubsregion nicht zum Bauern gehen, da die oft 2 – 3 Fach so teuer sind wie die Supermärkte. Das tolle daran ist, das man mit der Zeit bestimmte Produkte anders wahrnimmt und z.B. auch merkt wenn günstige Produkte die selbe Qualität und Hersteller haben wie teurere und vieles kann man auch selber machen und muss nichts fertiges kaufen. 🙂
    Wünsche noch viel Spaß und Erfolg mit der Herausforderung 🙂

    • Vielen Dank. Eine Herausforderung wird es denke ich schon.
      Ich habe mir einen guten Monat dafür ausgesucht, weil jetzt die meisten Obst und Gemüse Sorten Saison haben 🙂
      Hmm…das mit der Region ist mir schon sehr wichtig. Ich war z.B. gestern in einem Bio Laden und ein wenig enttäuscht, als ich frische Produkte gefunden habe, die aus dem Süden kommen. Schließlich gibt es hier im Norden auch Biohöfe.
      Im Supermarkt sind die Lebensmittel aus der Region ja meist auch gekennzeichnet. Und meist gibt es noch B-Ware bei den Landwirten, die sonst vielleicht entsorgt werden würde. Die ist ja nicht schlecht – sehen nur einfach vielleicht nicht so ansprechend aus. Aber damit kann man auch ein wenig sparen und rettet Lebensmittel vor der Vernichtung 😉
      LG Jenny

      • Vor dem Wegwurf retten ist gut, geht bei Bauernhöfen auch gut. Nur die Supermärkte bringen Unmengen in den Müll. Und bei als aus der Region oder aus Deutschland gekennzeichneten Dingen ist auch Vorsichtig zu hinterfragen 🙂 Es gibt z.B. Lebensmittel die nur in Deutschland umgepackt oder abgepackt werden aber dennoch anders gekennzeichnet werden. Das gleiche dürfte bei Regionalen Produkte auch vorkommen.

  6. Ich bin gespannt 🙂 lg

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